Es wird Sie sicherlich interessieren, aus welchem Grund wir in einem Verein züchten und da wir dies tun, warum gerade in diesem Verein.

Wir wollen hier auf keinen Fall irgendwelche Nachteile anderer Vereine aufzählen, sondern uns darauf beschränken, die zahlreichen und offensichtlichen Vorteile des Schweizer Sennenhund-Vereins für Deutschland e. V. (SSV) darzustellen. Wir sind uns sicher, dass diese Darstellungen auch Sie, wie viele andere vor Ihnen, überzeugen werden!

 

Der SSV ist ein Rassehundezuchtverband, der die vier Schweizer Sennenhundrassen betreut. Diese Rassen sind: 
 

Appenzeller Sennenhunde

Berner Sennenhunde

© Roberto
Daphne von der Erftquelle
(Besitzer: M. und H. J. Gerhards, Bad Münstereifel)

Binna vom Diepmannsbachtal
Entlebucher Sennenhunde Große Schweizer Sennenhunde

Dario von der Schravelner Heide
(Besitzerin: Beate Kretschmann, Voerde)

Um weitere Informationen zu der einzelnen Rasse zu erhalten, klicken Sie bitte auf das jeweilige Foto!
 


Es macht sehr viel Sinn, alle vier Rassen durch einen Zuchtverband betreuen zu lassen.

Unter anderem haben diese Hunde ihren Ursprungsort (Schweiz) sowie die ursprüngliche Verwendung als Bauern- und Hofhunde gemeinsam. Außerdem hat deren Reinzucht in etwa zur gleichen Zeit, unter maßgeblicher Führung Prof. Dr. Albert Heims, um 1900 begonnen und die Rassen wurden seither als eine Einheit kynologischen Zuchtgutes der Schweiz gesehen. Zunächst kamen die Berner Sennenhunde 1911 durch das Ehepaar Frank und Nanny Behrens nach Deutschland. Bereits 1914 wurden die anderen Sennenhundrassen auf einer Ausstellung in München dem deutschen Publikum vorgeführt. Der SSV wurde dann im August 1923 in München gegründet. Allein schon die Tatsache, dass der SSV bis heute eine umfassende Sicht auf ein offensichtlich zusammengehörendes Zuchtgut bewahrt hat, spricht für diesen Verein!

Des weiteren ist der SSV im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und als weltweitem Dachverband in der Federation Cynologique Internationale (F.C.I.) organisiert.

Diese Organisationen regeln für die Mitgliedsvereine bindend u. a. züchterische, tierschutzrechtliche und politische Angelegenheiten. Wenn sich ein Zuchtverein dem strengen Reglement dieser Verbände unterwirft, ist dies vom Grundsatz her schon ein sehr großer Pluspunkt für diesen Verein. Übrigens würden Sie im Falle einer Mitgliedschaft im SSV automatisch auch dem VDH und der F.C.I. angehören.

Weiterhin zahlt der SSV von den Mitgliedsbeiträgen einen Obolus an die Gesellschaft für Kynologische Forschung (G.K.F.). Diese Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch im Auftrag erhaltene Forschungsaufgaben bezüglich der Gesundheit unserer Hunde, die Forschungsergebnisse den Rassehundezuchtverbänden zur Verfügung zu stellen. Die Zuchtleitung des SSV kann diese Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Zuchtausschuss dann in die Zuchtplanung einfließen lassen, um etwaige Probleme in der Rassehundezucht auf Dauer in den Griff zu bekommen.

Im SSV existieren Arbeitskreise für die einzelnen Rassen, so auch für die Berner Sennenhunde. Der Vertreter dieses Arbeitskreises (AK) hat z. B. beratende und mitbeschließende Funktion, was die Zucht und die Züchter von Bernern angeht. Er sammelt Daten über die Hunde und gibt diese gebündelt an die Zuchtleitung bzw. den Zuchtausschuss und den Vorstand weiter. Dieser kann dann die vorliegenden Informationen als Entscheidungshilfe bezüglich der Zuchtentwicklungen in der Rasse heranziehen. Der AK-Berner stellt somit ein Bindeglied zwischen Zuchtleitung und Züchtern dar und macht Tendenzen, im positivem wie negativem Sinne, gegenüber der Zuchtleitung transparent.

Die Züchter des SSV können bei der Paarungsplanung auf eine so genannte Zuchtwertschätzung zurückgreifen. Die Zuchtwertschätzung besteht aus Zahlenwerten, die einzelnen Merkmalen (HD, ED, Typ, Bewegung, Verhalten, Lebensdaten) des zu bewertenden Hundes zugeordnet werden. Die Höhe des Zahlenwertes gibt an, in welcher Quantität ein bestimmtes Merkmal vorliegt. Der Wert, der für den Rassedurchschnitt zu erwarten ist, wird bei 100 festgelegt. Je nachdem, ob ein Hund nun eine hohe Ausprägung für ein Merkmal hat oder nicht, weicht sein Zuchtwert nach oben oder unten vom Mittelwert 100 ab. Die Werte sind veränderlich, da das verwandtschaftliche Umfeld seinerseits immer wieder Rückwirkungen auf die Zuchtwerte des einzelnen Individuums hat. Das bedeutet, dass man mit der Zuchtwertschätzung in der Lage ist, in gewissem Umfang die genetischen Veranlagungen der Elterntiere, als Information für die Paarungsplanung heranziehen zu können. Außerdem besteht im SSV die Möglichkeit, über ein spezielles PC-Programm (Dogbase) die Paarungsplanungen noch fundierter zu gestalten und stärker auf den Genotyp abzustellen und sogar zu erwartende Zuchtwerte für die Folgegenerationen zu erhalten.

Damit die Züchterschaft des SSV immer auf dem neuesten Stand der Forschung ist, bietet der Verein regelmäßig Züchterseminare an, welche verschiedene Themen der Kynologie behandeln. Für aktive Züchter (Rüden- UND Hündinnen-Besitzer) ist die Teilnahme an diesen Seminaren mindestens alle 3 Jahre verpflichtend.
 

Die Zuchtordnung des SSV ist besonders streng in den Auflagen für die Züchter. So beinhaltet das Prozedere für die Zuchtzulassung u. a. eine eingehende Begutachtung der Wurfstätte und den Besuch eines og. Züchterseminars. Die Zuchttiere werden zwecks einer Beurteilung bezüglich ihres Wesens, des Exterieurs und der Gesundheit einem 3köpfigen Zuchtrichterkollegium vorgeführt. Die Ergebnisse dieser Körung werden dann in einem jährlich erscheinenden Zuchtbuch veröffentlicht. Für die zur Körung angemeldeten Tiere, müssen auf 2 Schauen mindestens die Formwertnote „Sehr Gut“ erreicht worden sein und ein Gutachten über die Gelenksituation der Hüften und der Ellenbogen vorgelegt werden. Sowohl bei der Geburt von mehr als 8 Welpen als auch bei der 1. Geburt in der Zuchtstätte von Neuzüchtern erfolgt eine Wurfkontrolle durch den (die) zuständige(n) Zuchtwart(in) zur Bewertung der Verfassung von Hündin und Welpen in der ersten Woche nach dem Werfen. In der 9. Woche findet in jedem Fall eine Wurfabnahme statt, bei der die Welpen ein Mindestgewicht erreicht haben, mindestens 4 x entwurmt, 1 x geimpft und gechipt sein müssen.


Zum Schutz der Hündinnen muss mit einer Belegung 18 Monate gewartet werden, wenn mehr als 8 Welpen geboren wurden. Darüber hinaus besteht noch ein weitergehender Hündinnenschutz, der den Einsatz als Zuchthündin regelt, den wiederzugeben hier allerdings den Rahmen sprengen würde.

Um eine stete Verbesserung der Rasseerscheinung zu erreichen, müssen möglichst viele Hunde auf nationalen und internationalen Ausstellungen einem Schaurichter vorgestellt werden. So wird immer wieder festgestellt, welche Hunde in vollendeter Weise dem Rassestandard entsprechen. Dieser Wettbewerb hat für die Züchter eine enorme Bedeutung. Der SSV/VDH bietet solche Schauen sehr zahlreich, über die ganze Bundesrepublik verteilt, an. Die Bewertungen, die die Hunde hier erfahren, fließen übrigens wieder in die oben beschriebene Zuchtwertschätzung ein.

Für diejenigen, die Interesse an der Erziehung und Ausbildung ihres Hundes haben, gibt es im SSV eine eigene Prüfungsordnung, nach der gearbeitet werden kann. In Ortsgruppen, die über das ganze Land verteilt sind, kann man Prüfungen mit dem Hund ablegen.

Über alle Aktivitäten, die das gesamte Hundewesen betreffen, werden die Mitglieder des SSV durch die VDH-Zeitschrift „DER RASSEHUND“ monatlich informiert, da der SSV hier eine umfangreiche Kolumne hat. Aber seit Anfang 2001 gibt der SSV zusätzlich quartalsmäßig noch eine vereinseigene Zeitschrift heraus, in der speziell über die 4 Sennenhunderassen viel Interessantes und Wissenswertes berichtet wird.

Aktivtage, mit Vorstellung besonders betagter Hunde, Hundewettrennen, Ringtraining für Ausstellungsinteressierte, Kombinationswettbewerben (Schau + Prüfungen) etc. runden die Möglichkeiten, die alle Züchter, Hundehalter und Hunde im SSV haben, ab.

Wir könnten hier noch viele weitere Vorzüge des SSV auflisten, jedoch würde dies den Rahmen eines informativen Abrisses über den SSV sprengen. Wir hoffen dennoch, Sie davon überzeugt zu haben, dass es etwas für sich hat, einen Berner Sennenhund gerade in diesem Rassehundezuchtverein zu erwerben.